Bei MacGadgets gibt es aktuell einen
Mac OS X Mailclient-Vergleichstest welcher die folgenden 3 Kandidaten ins Rennen schickt
- Apple Mail 4.2
- Entourage 12.2.4
- Thunderbird 3.0.3
Dabei entstanden dann “tolle” Vergleichstabellen welche am Ende Apple Mail als Sieger auserkoren – knapp gefolgt von Entourage und am Ende Thunderbird. Der “Sieger” dieser Gegenüberstellung soll dann in einem Folgebeitrag mit anderen Mailclients für Mac OS X verglichen werden – an der Stelle könnte man sich auch fragen wieso man einen Mailclientvergleichstest mehrstufig macht und somit gewisse Programme niemals miteinander in den direkten Vergleich kommen – aber naja.
Interessant dabei sind für mich als langjährigem Thunderbird-User die Argumente bzgl der Mozilla Lösung.
Beispiel gefällig?

Also wenn ich mich richtig entsinne konnte das schon TB 2.x – wirft man einen 3 sekündigen Blick in die Accountsettings erblickt man erst dies

und in Folge ggf dann auch das

Für meinen Teil kann ich nur sagen – verwende ich seit Jahren – funktioniert wie erwartet.
Andere scheinbar in TB fehlende Bereiche sind via Addon abdeckbar – wurden aber in der Vergleichstabelle nicht so gekennzeichnet.
Auch im Fazitbereich kann man die Dinge sicherlich unterschiedlich deuten
Die Vorteile des Apple-Programms liegen in der kostenlosen Verfügbarkeit, der intuitiven Bedienung, der exzellenten Systemintegration und bei Komfortfeatures, die die tägliche Arbeit so angenehm machen, wie zum Beispiel die Thread-Darstellung, die Quick-Look-Unterstützung und die perfekte iPhone-Anbindung – ein Argument, das mit der zunehmenden Verbreitung des Smartphones zusätzlich an Gewicht gewinnt. Negativ fallen bei Apple Mail der große Speicherhunger beim Empfangen und Versenden von E-Mails und der fehlende Phishing-Schutz auf.
Wieso die kostenlose Verfügbarkeit ein Pro-Argument für Apple Mail darstellt ist mir z.b. nur teilweise verständlich. Wären die beiden Alternativen
beide kommerzielle Lösung – gekauft … dies trifft bei TB aber schlichtweg nicht zu. Vielmehr greift nach meinem Gefühl bei Apple Mail für die meisten Anwender wohl der IE Effekt. Es ist vorinstalliert – tut irgendwie – und ist natürlich auch ins System integriert.
Inwiefern der genannte “Nachteil” Speicherhunger bei Apple Mail wirklich relevant ist frage ich mich in Zeiten von > 2 GB RAM ebenso – vor allem wenn man dann gleich noch diese Grafik nachschiebt.

Alles in allem bleibt ein gemischter Eindruck …. viel Arbeit in den ausführlichen Artikel gesteckt – aber so richtig durchgehend brauchbar und nachvollziehbar wirkt er dann leider doch nicht. Auch der mehrstufige Ansatz macht in meinen Augen nicht wirklich Sinn, oder?
Was bleibt?
Wie so oft sind Vergleiche letzlich Anwenderspezifisch passend oder nicht. In meiner Warte liegt TB ganz weit vorne – da für mich z.B. Platformunabhängigkeit ein relevantes Argument ist – ob die Lösung dabei 100 oder 200 MB Speicher braucht ist mir VOLLKOMMEN wurscht
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