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mac & apps | Packen und Entpacken unter Mac OS X mit keka

May 10th, 2010 at 17:43

Heute gibt es mit keka einen zumindest für mich bis dato unbekannten Packer/Entpacker für Mac OS X. Da dieser Bereich innerhalb der Mac-Welt nicht gerade über-repräsentiert ist dürfte keka für den einen oder anderen hier im Blog interessant sein.

Und los geht’s

Über keka

Bei keka handelt es sich um einen kostenfreien Packer / Entpacker für Mac OS X.

Laut Projektseite kann keka die folgenden Pack-Formate

  • 7z
  • Zip
  • Tar
  • Gzip
  • Bzip2

Im Bereich entpacken ist keka variabler und kann die folgenden Formate verarbeiten

  • RAR
  • 7z
  • Lzma
  • Zip
  • Tar
  • Gzip
  • Bzip2
  • ISO
  • EXE
  • CAB
  • PAX
  • ACE (PPC)

Die ersten Schritte

Nachdem man keka an den Ablageort der eigenen Wahl verfrachtet hat kann es auch mit dem praktischen Teil losgehen. Beim ersten Start springt einem erstmal das Advanced Fenster entgegen. Mehr diesbezüglich gleich.

In Folge sollte einem auch ein Update-Dialog begegnen – welcher uns zeigt das dieses recht junge Projekt schon das Sparkle Framework eingebaut hat um für alle Beteiligten das Update-Szenario einfacher zu gestalten.

In Folge liegt ein Blick in die Preferences nahe

Soweit so gut

Packen

Will man nun Dateien komprimieren hat man unterschiedliche Wege. Wurde zuvor keka innerhalb den Preferences zum Default-(Ent)Packer umdefiniert so recht eigentlich der Griff zum bekannten Compress-Eintrag im Kontextmenüs des Finders.

Alternativ könnte man auch keka im Dock platzieren und dieses manuell starten. Bevorzugt man diesen Weg springt einem wieder das Advanced Fenster entgegen welches uns die Möglichkeit gibt Einstellungsfremde Archive zu erstellen.

d. h. wollt ihr Dateien die direkt aufs keka Icon gezogen werden (Droplet-like) z.b. immer mit 7z packen – aber ein spezielles File nun doch lieber als handelsübliches .zip so liegt der Griff zum Advanced Fenster nahe.

Ist keka ungeöffnet und ihr zieht Dateien z.b. auf das Dock-Icon so wird wieder auf die Default-Einstellungen zurückgegriffen.

Entpacken

Wurde keka in den Einstellungen zum Default Entpacker definiert so reicht ein simpler Doppelklick auf ein Archiv und keka nimmt sich dessen an. Ansonsten sollte es auch reichen ein Archiv direkt auf das Dock-Icon zu ziehen – anhand der File-Extension versucht keka zu erahnen dass man dieses nun entpacken will und führt die Aktion aus.

Sonstiges

Verwendet man keka dann mal aktiv springt einem das nächste Framework entgegen -> Growl zwecks Statusmessages.

Abschließend bietet die Projektseite auch noch ein Contextual Menu für Mac OS X Snow Leopard – welches man jedoch getrennt vom Kernprogramm runterladen muss. Dieses ist in englisch und spanisch verfügbar – kommt als .workflow also 10.6 typischer Service daher. Die Inbetriebnahme wird erklärt – letzlich ein einfaches kopieren in den Userspezifischen Service Ordner und erledigt ist das Thema.

Eindruck

Alles in allem wirkt keka recht interessant. Einerseits wird ein Großteil der relevanten Formate unterstützt – andererseits ist das Handling recht eingängig und sollte so im Alltag nicht negativ auffallen. Die GUI ist übersichtlich / klar strukturiert dazu gibts für die Eye-Candy Fraktion noch ein wie ich finde schönes Icon. Den mitgelieferten Service/Kontextmenü/Workflow habe ich nicht getestet … aber nachdem das Gesamtpaket durchweg positiv wirkte gehe ich fast mal davon aus dass auch dieser funktioniert.

Dass keka (oder auch andere Ansätze) einen echten Mehrwert im Vergleich zu Apples Archive Utility darstellen wird wohl jedem klar sein der schonmal Kontakt zur Apple Lösung hatte. Password-Handling ist nur eines von diversen Argumenten für den Griff zu alternativen Packern/Entpackern unter Mac OS X – wenngleich kein unrelevanter.

Bis dato hatte ich auf die Kombination The Unarchiver, UnrarX bzw Terminallösungen gesetzt – mal sehen ob keka sich im Alltag einbringen und andere Lösungen verdrängen kann.

Kommerzielle Produkte a la Rucksack (kann man da überhaupt noch von kommerziell sprechen nachdem Gott und die Welt eine Gratis Lizenz bekommen hat?) kommen für meine recht beschränkten Anwendungsfälle nicht in die Tüte.

Kurzum und damit das Gesamtfazit: mal antesten und im Auge behalten

Fragen über Fragen

Kanntet ihr keka bereits? Was verwendet ihr derzeit? Und wie steht ihr zum Thema kostenpflichte Packer/Entpacker?

via

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13 Responses to “mac & apps | Packen und Entpacken unter Mac OS X mit keka”

  1. Michigan Says:

    Keka war mir unbekannt. Weil The Unarchiver in der Version 2.2 auch mehrteilige, passwortgeschützt RAR-Archive entpacken kann, habe ich UnrarX seit dem Update auf 10.6 nicht mehr an Bord. Was mich an der OS-X-Kontextmenü-Lösung stört, ist die individuelle Namensangabe. Warum kann im Menü nicht “komprimieren” oder “packen stehen”? “xyz.doc komprimieren” wird gerade bei langen Dateinamen unübersichtlich, weil das Wichtigste (“komprimieren”) ganz am Schluss steht. Und wenn ich bei der Arbeit mit 10.4 komprimiere, heißt das noch ganz anders: “Archiv von xyz erstellen”. Wie umständlich!

  2. fidel Says:

    @Michigan
    ich kann dir nur raten mal die Sprache deines Kontos testweise auf Englisch zu ändern. Viele GUI-Begriffe sind dann einerseits deutlich treffender – aber auch meist kompakter.

    bzgl Unrarx
    stimmt eigentlich schlummert der ziemlich unnütz hier rum … Langzeiterbe ;)

    Gruss
    fidel

  3. Michael Says:

    Keka war auch mir bis gestern unbekannt. Hab das praktische Tool mit dem außergewöhnlichen Icon durch Caschy kennengelernt.

    Bisher setzte ich zum Entpacken auf The Unarchiver. Fürs Packen wurden die Hausmittel verwendet, welche aber wie du schon sagtest mehr als begrenzt sind. Zumindest wenn man nicht über die Shell geht. Um andere Archive oder passwortgeschützte Archive zu erstellen, greife ich in letzter Zeit immer mehr auf Rucksack zurück.

    Klappt soweit einwandfrei, allerdings schaut keka sehr intuitiv aus und dürfte besonders für Nutzer mit mehr als einem Mac interssant sein. Mal sehen ob es auch bei mir Rucksack oder gar The Unarchiver komplett ablösen wird. Der erste Test und Eindruck lässt das zumindest erahnen.

    Gruß,
    Michael

  4. Zaratustra Says:

    a pro pos: gibt es ein gutes Programm zum packen von rar-Archiven? Ich mache das bisher umständlich im Terminal.

    (Das Programm kenn ich nicht, bin aber mit den anderen verfügbaren Entpackern zufrieden)

  5. Patrick (derandere) Says:

    @Zaratustra:

    Wirst wohl um eine Kommerzielle Lösung nicht rumkommen. Betterzip hat glaube ich einen guten RAR Support fürs Packen. Ansonsten bei der Kommandozeile bleiben.

    @fidel:

    Keka kenne ich schon länger und habe es auch oft unter OSX Verwendet. Selbst bei RAR Paketen selten Probleme damit gehabt. Das einzige was mich etwas gestört hat (manchmal) ist einfach ein simpler Dialog in dem ich auswählen kann, welche Dateien entpackt werden sollen. Aber das würde ja dem Minimalprinzip entgegenwirken :)

  6. fidel Says:

    @Zaratustra
    es gibt einige Programme … einen Großteil davon habe ich mir nie angesehn da zu spezifisch. Trotzdem mal ein paar Namen:

    * rar
    * rarify
    * rarmachine
    * rarme

    Getestet oder verwendet hab ich keines davon.

    Gruss
    fidel

  7. jann Says:

    Hey fidel, klasse Software, kannte ich bis dato noch nicht.

    Bisher habe ich immer über die Shell oder den Finder entpakt. Die Shell kam meistens zum einsatz wenn es mal wieder eine Passwortgeschützte Zip Datei war, womit der Finder erbärmlicherweise nicht umgehen kann.

  8. fidel Says:

    @zaratustra
    selbst-basteln wäre ne idee ….ein simples droplet sollte mit XCode schnell gebastelt sein ;)

  9. dafire Says:

    offenbar macht keka bei manchen archieven beim entpacken irgendwas falsch.. wenn ich damit den starcraft2 beta installer zip entpacke lässt sich dieser nicht öffnen… das executable bit wird nicht gesetzt,

    mit dem integrierten entpacker gibts keine probleme ;)

  10. fidel Says:

    Hi dafire,

    danke für die rückmeldung. Hast du dir die Zeit genommen und das Problem an den Entwickler weitergeleitet?

    Gruss
    fidel

  11. Timm Says:

    Wie du schon so schön sagst, ich hab Rucksack für lau, das reicht definitiv ;)

    Btw. hab dich mal zur Blogroll hinzugefügt (bin gerade kräftig am zusammensuchen ^^)

  12. Michael Says:

    Super Software, vielen Dank für den Tipp. Hab´s gleich ausprobiert und bin sehr begeistert!

  13. Sebastian Says:

    Für Windows kannte ich WinRAR.
    Beim Mac sieht das ja anders aus. Ich kannte bisher nur für MAC das Typische Tool.
    Aber eben ohne Komprimierungsstufe und ohne PW. Das Tool ist nun meine neue Alternative. Besten Dank.

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