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rethinking the think-different thing

mac & apps | Der virtuelle Snow Leopard via Virtualbox

May 3rd, 2010 at 17:21

Nachdem die aktuelle Virtualbox Beta laut Changelog inzwischen einen experimentellen Support für Mac OS X Hosts an Board hat lag es nahe den Spaß auch mal durchzuspielen.

Da ich in den letzten Jahren Virtualbox etwas aus den Augen verloren hatte diesmal gleich in der etwas ausführlichen Variante mit vielen Bildern und dem Ziel unter 10.6  und Virtualbox einen virtuellen Snow Leoparden laufen zu lassen.

Vorwort

Apple erlaubt meines Wissens nur die Virtualisierung ihrer Server-Betriebssysteme (oh yeah der tolle Server den jeder Virtualisieren will) und auch dies nur auf Apple Hardware. Der folgende Artikel spielt aus reinem Grundinteresse die Installation von Mac OS X 10.6 Client innerhalb Virtualbox unter meinem eigentlichen 10.6 Client durch. Der Beta-Build aus dem Hause Inotek Sun Oracle bietet diese Option wie erwähnt im experiementellen Zustand an – inwiefern dies jedoch offiziell von Apple abgesegnet ist kann ich nicht sagen.

Gefühlsmässig kann ich mir nicht vorstellen dass Apple diese Möglichkeit gerne sieht – weshalb der Artikel eher als Grundtest und nicht als Schritt für Schritt Anleitung im eigentlichen Sinne zu verstehen ist.

Wer sich nicht im komplett schwarzen Bereich bewegen will sollte auf eine legale und unverwendete Mac OS X Installations-CD zurück greifen und das ganze natürlich nur unter Mac OS X sowie auf einer echten Apple-Kiste machen …. was zwar nur innerhalb einem Teilbereich der Gesamtproblematik wirklich hilft … aber naja. Ansonsten gilt wie immer auf eigene Gefahr.

Und jetzt viel Spaß damit ;)

VirtualBox Grundinstallation

Bevor es losgehen kann benötigen wir erst einmal die aktuelle Virtualbox-Beta – Grundinformationen diesbezüglich findet ihr hier.

Image mounten und Installer anwerfen

Ab Werk werden alle Programmkomponenten welche theoretisch innerhalb “Customize” selektierbar sind ausgewählt und werden daher installiert.

Grundkonfiguration der 10.6 VM in Virtualbox

Der Beta-Build warnt klar vor der Produktivverwendung.

Anschließend sieht man das Virtualbox Hauptfenster.

Anschließend wird via New-Button der Assistent für die Neuanlage einer virtuellen Maschine gestartet.

Der Name für die VM wird definiert und der Betriebssystem Typ sowie Version wird selektiert. Im Bereich Mac OS X gibt es derzeit keine Feinuntergliederung außer 32- vs 64bit.

In Folge muss die RAM Menge für die VM definiert werden.

Und natürlich eine virtuelle Festplatte angelegt werden.

Die üblichen Verdächtigen – ich ziehe für meine kleinen Test die dynamische Variante vor.

Und die Konfigurationszusammenfassung

Welche im Hauptfenster bei weitem mehr Sinn ergibt.

10.6 Installation in Virtualbox

Nun wird die Installationsquelle eingelegt – in meinem Fall eine 10.6 Installations-CD.

Und die Virtuelle Maschine gestartet. Wie euch ggf aufgefallen ist wurde zuvor in der Grundkonfiguration keine Installationquelle definiert – dies geschieht im Falle Virtualbox quasi beim ersten Start der VM

Klickt man nun in das übliche schwarze Fenster der VM sollte einem noch dieser hilfreiche Hinweis entgegenspringen. Wichtig gibt es doch nichts unangenehmeres als ein  festhängender Cursor in einer VM.

Virtualbox lässt den Anwender zu Beginn etwas mitlesen

Bevor dann der eigentliche Mac OS X Installer losläuft.

In meinem Falle wurde die Festplatte erstmal nicht angezeigt – weshalb ich diese noch via Menubar -> Utilities -> Disk Utility in Form bringen musste.

Anschließend sollte der Installation eigentlich nichts mehr im Wege stehn.

Sind die Daten mal alle kopiert und die Grundinstallation quasi abgeschlossen erfolgt nochmal ein Reboot

Und man landet im bekannten Apple User-Anlage Dialog …. fast ;)

In meinem Fall wurde mein Alu-Keyboard wohl nicht sauber erkannte – weshalb ich noch Kontakt mit dem tollen Keyboard-Assistenten machen durfte.

Und nun geht’s wirklich weiter wie gewohnt.

Eh voila

Snapshots

Ich steh ja auf Snapshots – weshalb ich dies natürlich auch testen musste. Im Kern sind sie schnell erstellt

Der limitierende Faktor dabei fällt einem aber erst auf wenn man einen alten Snapshot laden will – was auf den ersten Blick in dieser Virtualbox Version noch nicht zu funktioneren scheint.

Eindruck

Der Installationsablauf fühlt sich derzeit etwas träge an – man sollte daher ausreichend Zeit einplanen. Die Grundkonfiguration der VM empfinde ich im direkten Vergleich zu VMware Fusion etwas unnötig überladen/verquer …. mag aber auch an meiner Vorprägung liegen. Gefühlt sind es im Falle Virtuelbox zu viele einzelne Fenster. Will man später die Einstellungen editieren findet man jedoch ein sauber aufgeräumtes Fenster vor … womit sich der Makel definitiv auf die Erstinbetriebnahme der VM beschränkt.

Die eigentliche 10.6-VM-Installation hingegen klappte reibungslos und erfordert keine händischen Eingriffe / Tricks (Stichwort: MultiMac-Helper) um etwaige Sicherheitsprüfungen bzgl Clients vs Server auszutricksen. Hier liegt Virtualbox etwas vorne  …. quasi die out-of-the-box Erfahrung.

Die Snapshot Funktion in Virtualbox ist derzeit nicht vollständig (erstellen&löschen ja – laden nein) …. klares Manko welches aber sicher noch gefixt wird.

Ansonsten ein wirklich interessanter erster Wurf der sich funktionell auf 10.6 zu beschränken scheint – 10.5 konnte ich nicht erfolgreich in Betrieb nehmen. Wer viel Spieltrieb sein Eigen nennt und schon immer mal ein virtuelles Mac OS X antesten wollte kann sich den Spaß sicherlich mal antun wenngleich die Kombination VMware Fusion und MultiMacHelper zur Mac OS X Virtualisierung derzeit noch nach der einfacheren und zeitgleich kompletteren Variante aussieht – wenngleich eben kommerziell.

Ich bin gespannt welchen Weg Oracle im Bereich Mac OS X Virtualisierung gehen wird … einen großen offenen Konflikt mit Apple kann ich mir jedoch nicht vorstellen weshalb wir sicherlich zeitnahe eine Anpassung innerhalb Virtualbox erfahren werden die uns dann wieder auf den virtuellen Mac OS X Server limitieren wird.

Überraschen lassen

Fragen über Fragen

Greift ihr selbst auf virtuelle Mac OS X Installation zurück? Wenn ja wie realisiert und zu welchen Anwendungszwecken? Wie seht ihr die rechtliche Lage und den aktuellen Oracle Zug mit der Virtualbox-Beta und deren Mac OS X Client Support?

Interessant wären auch mal Transfer dieser mit Virtualbox unter Mac OS X erstellten VM auf ein anderes Betriebssystem (Windows XY oder Random Linux) und die Wiederinbetriebnahme in der dortigen VirtualBox Grundinstallation. Erfahrungen diesbezüglich wären definitiv interessant.

Querverweise

[1] VMware Fusion 2 und der virtuelle Leopard

[2] VMware Fusion 2 und der virtuelle Snow Leopard

[3] VMware Fusion 3 und der virtuelle (Snow) Leopard

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11 Responses to “mac & apps | Der virtuelle Snow Leopard via Virtualbox”

  1. Volker Says:

    Ich verstehe nicht, wozu sie eine Limitierung einbauen sollten. Genauso verstehe ich da VMWare auch nicht, es liegt doch nicht in ihrer Verantwortung, was die Kunden mit dem Produkt treiben !? Etwaige Schutz-Mechanismen werden eh kurzerhand ausgehebelt, siehe VMWare, dies dürfte bei Virtual Box noch schneller getan sein.

  2. fidel Says:

    Hi Volker,

    stimmt … man sollte es nicht erwarten müssen – aber insgeheim erwarte ich es trotzdem. Einfach im Hinblick auf den Ansatz den sowohl VMware als auch Parallels in den vergangen Jahren gegangen sind….. quasi möglichst Apple nahe. In die ggf rechtlichen Beschränkungen/Vereinbarungen etc die es dort im Detail geben mag habe ich mich nie tiefer eingelesen.

    Etwaige Schutz-Mechanismen werden eh kurzerhand ausgehebelt, siehe VMWare, dies dürfte bei Virtual Box noch schneller getan sein.

    Bei ausreichender Nachfrage sicherlich ;)

  3. Volker Says:

    Dann würden sie es nur tun der gute Beziehungen wegen verhindern. Einen PC/Mac Emulator sollte es ja prinzipiell egal sein was darauf läuft und was nicht.
    War Virtual Box nicht Open Source? Da braucht man doch nur eine if-Abfrage etwas modifizieren und fertig, das kriege sogar ich hin ;-)

  4. Volker Says:

    ah Verdammt, was ist das für eine Satzstellung… nicht editierbar, Mist!

  5. fidel Says:

    hehe … die Entwickler des Edit-Comment Plugins haben sich entschloßen einen etwas eigenwilligen Lizenzweg zu gehen mit dem ich so nicht leben will. Daher fehlt seit einigen Wochen diese Option.

    bzgl VirtualBox und Lizenz

    VirtualBox is a powerful x86 and AMD64/Intel64 virtualization product for enterprise as well as home use. Not only is VirtualBox an extremely feature rich, high performance product for enterprise customers, it is also the only professional solution that is freely available as Open Source Software under the terms of the GNU General Public License (GPL). See “About VirtualBox” for an introduction.

    mehr dazu -> http://www.virtualbox.org/wiki/VirtualBox

    Von daher mag ich wirklich falsch liegen mit meinem Änderungsgefühl (bzgl Client-Server Check)

  6. Chris Says:

    Hallo, ich hab mal kurz ne Frage gehen bei dir USB-Sticks Platten? Weil ich weiss nicht wie ich sonst Dateien auf das virtuelle System bekomme.

  7. fidel Says:

    @Chris
    ja das funktioniert hier problemlos.

    Du musst das USb Gerät unter deiner realen Installation im finder auswerfen – anschließend sollte das Gerät in VB selektierbar sein.

    Vielleicht hilft dir dieses Bild weiter

    https://dl.getdropbox.com/u/223435/public_trash/20100503_203036_ss.jpg

    Alternativ besteht in den Settings der VM auch die Option einen Shared Folder zu definieren.
    Wenn dir dieser Weg auch nicht gefällt bleibt dann noch der Weg über im Netzwerk freigegebene Ordner – was aber erstmal etwas Grundkonfiguration erfordern würde.

  8. Chris Says:

    Ja die Festplatte bleibt bei mir grau auch wenn ich sie auswerfe…
    Das mit den Shared Folder verstehe ich nicht wo finde ich den dann im Gast System?

    MFG

  9. fidel Says:

    korrekt – die Shared folder lassen sich zwar definieren – sind aber wie es aussieht im Falle von Mac Os X nicht direkt zugreifbar. Die Hilfe enthält diesbezüglich auch nichts osx-spezifisches …. kann man beim ersten Build mit dieser Funktion wohl auch nicht wirklich erwarten ;)
    In der Theorie müsstest du die VB-Additions (via Menu/menubar von VB) installieren (ich sehe dort aber keine für Mac OS X) – und eben in den Preferences den Shared Ordner definieren.

    Ansonsten…
    Solltest du dein USB Laufwerk nicht einbinden können wäre der nächste Weg wohl das Netzwerk auf Bridged umstellen – in der VM Prüfen ob die Schnittstelle automatisch ihre IP bezieht (ich nehme an du hast nen DHCP Server) und dann eben via im Netzwerk freigegebener Ordner arbeiten. Hab ich so nocht nicht getestet – sollte aber tun.

    Viel Erfolg
    fidel

  10. Chris Says:

    Also ich habe jetzt schon alles probiert aber USB Geräte (USB Sticks USB Festplatten) lassen sich bei meinem System partout nicht öffnen. Auch nicht wenn ich die Partition im Finder unmounte. Mit dem Festplattendienstprogramm lassen sich jedoch die USB festplatten auch meinem regulären System nicht komplett auswerfen sondern nur die einzelnen Partitionen auf der externen Platte…. Im Netztwerk erkenne ich keine freigegbenen Geräte =( Schade eigentlich

  11. fidel Says:

    @Chris
    ich kann dein Problem hier leider nicht nachvollziehen. Verwendbare externe Festplatten habe ich keine im fixen Zugriff …. ein USB Stick hat hier wunderbar funktioniert. Relevant ist natürlich dass das entsprechende Gerät nicht noch von deinem echten Mac OS X blockiert wird.
    Randnotiz: USB Hubs produzieren manchmal wilde Effekte – unabhängig von dieser speziellen Grundthematik der Virtualisierung via VB. Daher vielleicht auch mal direkt anschließend und nicht via HUB – sofern dies der Fall ist.

    Bzgl dem Virtualbox Shared Folder Ansatz
    der wirkt unter Mac Os x aufgrund der scheinbar nicht existierenden Tools noch problembehaftet – also später nochmal testen

    Bzgl der Netzwerk Sharing Idee
    Klappt hier wunderbar. Relevant ist hier dass du die Grundkonmfiguration der VM-Netzwerkeinstellungen entsprechend deinem Setup definierst. anschließend der einfach Ping Test …. besteht prinzipiell Kontakt ist ein zugriff auf ein sauber konfiguriertes Netzwerk Sahre auf dem eigentlichen Mac absolut kein Problem.
    Hab ich extra nochmal getestet . geht.

    Suboptimal hoch 10
    Sollten das für dich weshalb auch immer keine Optionen sein – stelle sicher dass die Kiste zumindest irgendwie Internetzugang hat und verwende auf beiden Seiten Dropbox.
    Diese Variante ist recht wild – und fernab von optimal … ich vermute aber (ohne dir zu nahe treten zu wollen) dass du dich in den Netzwerkeinstellungen verhaspelt hast.
    Sofern die Clients sich im eigenen Netzwerk sehen sollten sich die Dropbox Clients auch direkt übers lokale Netz syncen können …was den ****-ansatz immerhin minimal verbessert.

    So oder so … ich wünsche dir viel Erfolg.

    Gruss
    fidel

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