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mac | Grafische Oberfläche umgehen in Mac OS X

February 27th, 2010 at 16:07

Heute mal ein Tip aus der Kategorie

Nett zu wissen – braucht aber eigentlich kaum einer

Ab Werk findet man in Mac OS X (hier Snow Leopard) in etwa diesen Login Dialog vor

Der ist schön bunt – und wohl auch aus gewissen Blickwinkeln konfortabel da man den Benutzernamen nur noch aus einer Liste auswählen muss. Sitzt man nun aber direkt an einem Mac und will sich einloggen ohne in der grafischen Benutzeroberfläche zu landen benötigen wir einen leicht modifizierten Login Dialog.

Dazu wird in den System-Preferences im Unterpunkt Accounts die Option Name and password selektiert.

Anschließend einmal abmelden und voila

An dieser Stelle haben wir die Vorraussetzung geschaffen die wir benötigen um einen Login in die nicht grafische Ebene durchführen zu können.

Im Feld Name wird nun der Text >console eingegeben und mittels Return quittiert

Damit sollte man vom grafischen Login zur Consolenbasierten Loginvariante springen.

Einmal eingeloggt könnte man X machen und dann via dem Befehl exit diesen Modus jederzeit auch wieder verlassen können -> und somit wieder in der grafischen Login Variante landen.

Nachtrag

Da wohl einige Fragezeichen aufgekommen sind zumindest noch 2 zusätzliche Bilder die im Ansatz zeigen was nach diesem Login alles so läuft

Fragen über Fragen

Kanntet ihr diese Variante bereits? Fällt euch ein Anwendungsbeispiel ein in dem ihr diese Variante wirklich benötigen würdet?

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14 Responses to “mac | Grafische Oberfläche umgehen in Mac OS X”

  1. makomi Says:

    Ach nett, kannte ich noch nicht. Aber wie soll man denn auch als Normaluser drauf kommen, das ein >console ein zur selbigen bringt?! Und warum bringt, und das ist etwas, was mich bei OSX schon länger stört, Apple hier die Begriffe so durcheinander? In der GUI heißt Console = Logfileverwaltung und Terminal = Kommandozeile – hier wiederrum wird Console zur Kommandozeile. Ich finde die Begrifflichkeiten nicht besonders gut gelöst!

  2. fidel Says:

    Jo die Bezeichnung Console.app ist sicherlich suboptimal ;)

  3. tigion Says:

    Das ist ja mal ein interessanter Tipp!

  4. Wolf Says:

    kann man den in der ‘>console’ etwas machen, was man als 0815-Benutzer nicht kann/darf?

  5. dasuxullebt Says:

    Kannte ich schon. Ein Einsatzzweck wäre es zum Beispiel, wenn man eine sinnvolle, benutzbare Oberfläche will – dann kann man einfach emacs im Textmodus starten, und hat alles, was man zum normalen Arbeiten braucht – ok, der Nachteil ist, dass man beim Webbrowsen auf Bilder verzichten muss, aber das ist ein kleiner Preis dafür, eine so vortreffliche Benutzeroberfläche wie Emacs zu bekommen, ohne den ganzen Overhead der Mac-Oberfläche zu haben.

    Leider ist das dortige Terminal aber so, dass es offenbar Emacs nicht korrekt mitteilen kann, wie groß es ist – somit füllt Emacs nicht den gesamten Schirm aus. Schade. Aber das sollte man mit den entsprechenden Flags beheben können.

    Ich frage mich ja, ob man es unter Mac OS X auch hinbekommt, aus der Konsole heraus einen Xorg zu starten, der sich in den Fullscreen schaltet. Dann hätte man ein Linux/BSD-Artiges System, das sich auch ungefähr so verhalten würde. Das wäre toll. Geht sowas?

  6. fidel Says:

    @wolf
    wenn ich es richtig sehe – handelt es sich wirklich nur um einen nicht-grafikschen login.
    Nachdem man <yconsole eingibt landet man ja weiterhin in einem anmelde-dialog – nur eben ohne eye-candy drumrum .

    d. h.
    du könntest die kiste ebenso einfach hochbooten und dich per ssh drauf connecten …. wenn es nur um den Terminalzugang gehen würde. Oder aber auch einfach normal einloggen und dann das Terminal starten.

    Ist also alles nur mehr oder WENIGER hilfreich / praktisch.
    Gepostet letzlich nur da ich da dachte dass viele User diesen Modus einfach nicht kennen.

    Gruss
    fidel

  7. Wolf Says:

    ich hätte mich gefreut wenn die GUI gar nicht erst gestartet wäre. könnte mir vorstellen dass auf einem headless server (auf dem man sich sonst eh nur per ssh einloggen würde) sinn machen würde.
    aber um in den modus zu kommen, tippt man den aufruf in einen dialog, also ist ja eh schon eine GUI gestartet.
    und vermutlich laufen programme die gerne ihr icon neben der uhr einblenden auch nicht. also deutlich reduzierte funktionalität.
    interessant ist es allemal. randnotiz-würdig! :-)

  8. fidel Says:

    @wolf

    ich habe bis dato nicht gebohrt was zu diesem moment schon alles gestartet ist/wurde.
    Sprich – dem müsste man wirklich mal nachgehen.
    Headless Server wäre sicherlich ein Anwendungsfall … wobei ich mehr und mehr zu dem Eindruck komme das man eh kein Mac OS X Server OS betreiben will und damit erledigt sich auch die Notwendigkeit fuer mich.

    @dasuxullebt
    sehr interessanter kommentar.
    Wenn ich mal ketzerisch fragen darf:
    Wieso will man Mac OS X betreiben – um dann permanent ohne die Apple Benutzeroberfläche zu arbeiten?
    Wäre es dann nicht naheliegender gleich ein entsprechendes OS zu verwenden … mit allen damit verbundenen Möglichkeiten & ggf. Mehrwerten?

    bzgl Xorg manuell starten
    hab ich selber nie probiert …. interessant was für ideen dieser Post produziert.

    Gruss
    fidel

  9. Patrick Says:

    Sachen gibt’s… tststs

  10. fidel Says:

    https://dl.getdropbox.com/u/223435/public_trash/20100227_192347_ss.jpg

    sowie

    https://dl.getdropbox.com/u/223435/public_trash/20100227_192855_ss.jpg

  11. dasuxullebt Says:

    @fidel: ich hab ein macbook – da ist Linux nunmal schwieriger zu betreiben als auf den meisten normalen PC’s, insb. wenn man zu Portierungs- und Spielzwecken auch eine Windows-Installation haben will. Und eins muss man OS X lassen: Es ist immernoch ein Unix. Man kriegt rech viel darauf zum Laufen. Wenn man wirklich alles FreeBSD-Artig aufdröselt, kriegt man damit vielleicht ein nach meiner Definition gutes System hin. Und OS X hat eine interessante Kernel-API. Außerdem ist der Gedanke für mich auch einfach so interessant – ich will Systeme besser kennenlernen, dazu ist es oft garnicht schlecht, ein wenig ins Unterholz zu gehen.

    Und nunja. Xorg läuft vielleicht nicht, aber XFree86 könnte gehen. Müsste ich bei Zeiten mal probieren.

  12. foo Says:

    Alt-Return sollte den Logindialog bei Bedarf umstellen können: Vom Auswahldialog zum User/Pass Dialog. Damit spart man sich das umkonfigurieren.

  13. A. Baki Says:

    Hey Fidel, interessanter Blog, bin zufäliig über ein Beitrag hier gelandet.

    PS: kommt bei mir auf die merkliste..

  14. schubi Says:

    Ahh tolle Sache, danke für den Tipp. Da werd ich doch gleich mit MacPorts links installieren :)

    Da fühlt man sich leicht wie bei der Installation von Gentoo ^^

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