mac & apps | Datenträger-Belegung mit Diskring betrachten
January 7th, 2010 at 12:35Will man sich auf die schnelle einen Überblick über die Belegung eines Datenträgers machen bietet Mac OS X ab Werk nicht wirklich viele hilfreiche Tools mit die für nicht Terminal-Anwender zu gebrauchen sind.
Man könnte sich natürlich im Finder die Finger wund klicken um herauszufinden welche Datenmengen durch welche Filetypen in welchen Unterordnern auf dem Datenträger existieren – komfortabel ist dies nicht – aber wen überrascht dies auch wenn der Finder im Spiel ist.
Heute mal ein kurzer Blick auf das kostenfreie Tool Diskring – welches sich anschickt der aktuellen Eye-Candy Variante DaisyDisk zumindest im Ansatz Konkurrenz zu machen – nämlich auf der Ebene die für viele Mac-Anwender wohl eine relevante ist – die grafische Darstellung der Informationen.
Über DiskRing
Auf DiskRing aufmerksam wurde ich mal wieder durch den IRC Channel ##macintosh.de – konkret Ciesto – danke nochmal an dieser Stelle.
Funktionell liest sich die Programmumschreibung recht nüchtern
DiskRing is a Mac OS X utility that displays the disk usage through a handy ring chart effect (like GNOME’s Baobab for example).
Und hier ein Beispielbild von der Projektseite
Wer früher schon unter Linux gearbeitet hat – wird der reinen Darstellung nichts besonderes abgewinnne können – im Vergleich zu traditionellen Programmen unter Mac OS X die ihre Daten eher so darstellen scheint es jedoch für viele die “freshere” Darstellungsvariante zu sein.
Inbetriebnahme
Einmal gemountet erblickt man ein bekanntes Bild
Im Bereich Menu sieht man relativ wenig
Beim Start erfrägt DiskRing dann welches Laufwerk oder Ordner analysiert und angezeigt werden soll. Je nach Setup kann der folgende Scan-Ablauf etwas Zeit erfordern.
Im Kern also definitiv nichts neues – daher springe ich direkt zum Fazit.
Der DaisyDisk Vergleich
Was die kommerzielle Lösung derzeit besser/schlechter macht ist in meinen Augen letzlich
Quell-Laufwerk Selektion
Ja – das ist schoener und gleichzeitig informativer im Falle DaisyDisk – könnte man sich abschauen
Quelle Laufwerk einlesen
Hier … hinkt DaisyDisk eigentlich sogar hinterher – man sieht lediglich einen Info-Balken der leider kaum Aussagekraft hat (außer dem Gesamtverlauf) … aber ok … in schwarz … macht es auch nicht besser
Ergebnisdarstellung
Interessanterweise ist auch hier DaisyDisk nicht wirklich ueberlegen. Im folgenden mal den gleichen Orner mit beiden Programmen.
Vorsicht – weiterscrollen oder für das DaisyDisk Resultat die Lesebrille rauskramen.
DaisyDisk
vs
Diskring
DaisyDisk endet in einem nicht verkleinerbaren Fenster – welches auf mehr Fläche effektiv das gleiche aber kritisch betrachtet sogar schlechter darstellt. Oder wie seht ihr das ?
Fazit
Die Grundidee DaisyDisk in Form einer im Ansatz vergleichbaren freien Variante mal den Kampf anzusagen gefällt mir – wer ein Programm dieser Art sucht und nicht die von (DiskInventoryX, Whatsize, oder Grandperspective) traditionelle Ansicht verwenden will – aber gleichzeitig kein Geld fuer DaisyDisk ausgeben will kann sich Diskring sicher mal ansehen.
In meinem Fall verhält sich die Version 1.1 leider noch sehr instabil wenn ich als Quelle eine Festplatte auswähle – und nicht nur einen einzelnen kleineren Ordner auf dieser Festplatte.
Dies konnte ich so recht gut reproduzieren – d. h. mich betrifft wohl dieses Ticket des Projektes.
Kleinere Ordner jedoch funktionieren wie gesagt sehr gut.
Trotzdem wirkt die Version 1.1 alles in allem noch recht unausgegoren – Abstürze sowie Fehlermeldungen die ich so von vergleichbaren Programmen nicht kenne sind der Hauptaspekt.
Interessiert man sich prinzipiell für derart Software sollte man die weitere Entwicklung bei DiskRing ggf verfolgen – mit der Zeit koennte sich daraus sicherlich eine brauchbare & freie Alternative rausentwickeln – aktuell ist sie mir noch zu unstabil.
Fragen über Fragen
Wie handhabt ihr dieses Thema ?
Traditionelle Programme a la (Whatsize, Grandperspective und Co) oder die eigentlich optisch ebenso wenig neumodische Darstellungsform a la Variante DaisyDisk/DiskRing (ich erinner hier nur mal an Fileflight unter KDE bzw dem damaligen Fileexplorer der bei KDE zum Einsatz kam) oder gar doch die eigentliche Kunst – das gute alte Terminal in Form von wilden Konstrukten die euch doch einfach am besten gefallen ?
Tags: daisydisk, diskinventory x, DiskRing, du, grand perspective, whatsize













January 7th, 2010 at 12:56
du -h reicht im Terminal
January 7th, 2010 at 12:57
hehe mir war klar das der Ruf nach DU fix erschallen wird – siehe Tags
Gruss
fidel
January 7th, 2010 at 13:00
wer Ordnung hält, der braucht solche Spielereien auch nicht
January 7th, 2010 at 13:05
Wer Ordnung in seinem Leben hält braucht auch keine Rechner hehe – aber ich glaube das geht zuweit
Jolicloud?
Du Spion verfolgst meine Links … SKANDAL!
January 7th, 2010 at 17:18
OmniDiskSweeper
http://www.omnigroup.com/applications/omnidisksweeper/
Free
January 7th, 2010 at 17:22
@iceHouse:
ohne tolle bunte diagramme mag ich den aber nicht
Spaß beiseite- danke fuer die Ergänzung.
Gruss
fidel
January 7th, 2010 at 19:48
Du willst bunt? -> http://www.derlien.com/
January 9th, 2010 at 13:13
Ich nutze ebenfalls, wie von ts verlinkt, Disk Inventory X und bin damit ganz zufrieden.
January 9th, 2010 at 15:18
@Oliver & ts
Habe ich zu Begin auch verwendet – daher auch im Artikel referenziert – wobei sich innerhalb diesem Projekt schon damals nix mehr tat. Ich glaub DiskInventory X ist seit Jahren bei v1.0 – tut seinen Job – der eine oder andere kennt aber sicher die Abneigung bei Programmen die einfach nicht mehr aktiv entwickelt werden …. daher irgendwann rausgeflogen (wenngleich es reibungslos funktionierte)
Persönlich verwende ich derart Tools eh recht selten – wenn dann auf Fremdrechnern auf denen ich mir auf die schnelle nen Überblick verschaffen will
Fur die Windows User gibts mit ‘WinDirStat’ auch einen kleinen Helfer der ähnliches macht.
gruss
fidel
January 13th, 2010 at 17:19
Sehr interessant, danke für die Vorstellung. Ich nutze auch noch DiscInventoryX, seinen Dienst tut das Programm anstandslos.
Da du Windows Alternativen angesprochen hast, kann ich SequoiaView nur empfehlen. (allerdings wird die Version afaik auch nicht mehr gepflegt)
http://w3.win.tue.nl/nl/onderzoek/onderzoek_informatica/visualization/sequoiaview/
(sry für den langen Link)
January 13th, 2010 at 19:19
@schubi
achwo – lange urls stoeren doch kein Stück.
Sollte es dich stören kannst du hier auch normale HTML Links im Kommentar erzeugen – aber wg. mir ist das absolut unnoetig hehe.
Gruss
fidel