mac & apps | Cheat Sheets im Mac OS X Terminal
November 13th, 2009 at 14:15
Wenn ich ehrlich bin kannte ich den Begriff Cheat Sheet lange Zeit garnicht – letzlich wurde dieser zumindest für mich erst in den letzten Jahren ein Begriff in der IT – oder einfach regelmaessiger verwendet oder was auch immer.
Letzlich versteht man darunter ne Art Notizzettel mit einigen kleinen hoffentlich hilfreichen Tipps – quasi der gute alte Spickzettel aus der Schulzeit der uns noch allen mehr oder weniger stark im Hinterkopf ist
Bewegt man sich viel im Terminal und benötigt immer mal wieder kurz eine Informationen bietet sich klar der Blick / der Griff auf die Man-Pages an – jedoch mag der eine damit besser der andere damit weniger gut zurecht kommen oder aber als anderes Szenario es gar keine Man Page zum gewünschten Thema geben.
Wie auch immer … dank Ciesto (was würd ich ohne den IRC Input machen) bin ich neulich auf die ganz nette Terminal Erweiterung CHEAT gestoßen – heute mal ein kurzer Blick darauf
Grundidee
Eigentlich steckt hinter dem RubyGem Cheat eine schöne Grundidee – User sammeln online in einer Art Wiki zu diversen Programmen kleine hilfreiche Notizen und im Alltag kann man auf diese aus dem Terminal heraus zurückgreifen.
Das heißt ihr könnt aktiv an der Lösung mitarbeiten – diese für eure Bedürfnisse erweitern und jeder kann davon provitieren.
Installation
Ich probiere den Spaß im folgenden mal unter Mac OS X Snow Leopard. Die Installation ist einfach und kurz mittels dem Befehl
sudo gem install cheat
Dies sollte man als Hauptbenutzer durchführen und sieht dann in etwa so aus

Die ersten Schritte
Nun gilt es sich erstmal einen Überblick zu verschaffen – dies geht einerseits mittels dem Befehl
cheat cheat
der einige prinzipiellen Informationen zu cheat listet

oder aber man lässt sich einfach mal eine Liste aller Sheets raus – dies funktioniert via dem Befehl
cheat sheets
und liefert dann eine recht lange Liste – hier nur auszugsweise.

Will man sich nun beispielsweise das Cheat Sheet für Textmate anzeigen lassen funktioniert das mittels dem Befehl
cheat textmate
was uns die folgenden Tipps ins Terminal zaubert

Soweit so gut – die Grundverwendung sollte klar sein.
Aktualisierungen / Pflege
Da es sich beim Cheat Bestand um eine wachsende Sammlung handelt sollte man ab und zu die lokalen Daten aktualisieren – welche bei Verwendung angelegt werden.
Im Alltag entsteht bei Verwendung durch den Benutzer innerhalb dem jeweiligen Ordner
~/.cheat
einzelne
.yml Dateien
Das kann man sich in etwa so vorstellen

d. h. als Benutzer fidel habe ich bisher die cheats port, textmate sowie cheats selbst anzeigen lassen.
Will ich nun meine Cache leeren könnte man dies mit dem Befehl
cheat –new
erledigen.
Weiterführende Informationen findet ihr u.a. hier – wie auch auf der Projektseite
Fazit
Irgendwie bin ich unschlussig was ich davon halten soll – die Idee ist gut – die Handhabung einfach – wobei man es letzlich nicht als Ersatz sondern als Ergänzung zu den Man Pages sehen sollte. Gerade komplexe Themen sind in Man Pages einfach umfassender behandelt (Natur der Sache) – cheats hingegen sind eher für den schnellen Blick ohne Man Filter Laune.
Alles in allem aber dann doch ne tolle Sache – da offen für alle und relativ reibungslos im Umgang damit. Ich hab mir den Spaß mal installiert und werde sehn wie oft oder auch nicht man dann im Alltag darauf zurückgreift.
Fragen über Fragen
Verwendet ihr cheat ?
Tags: 10.6, cheat, cheat sheets, ruby

November 13th, 2009 at 15:47
Interessant, so lernt man vielleicht auch mal einige noch unbekannte Tastenkürzel. =)
Aber die manpages werden bei mir dadurch sicher nie verdrängt werden, dazu sind sie einfach zu ausführlich und ausgereift über die Zeit =)
Danke.
MßG, Knorke!
November 13th, 2009 at 22:42
Wow, ich bin begeistert. Ich kannte bisher weder Manpages noch Cheat-Sheets. Vor allem, dass es eine Kollaboration ist, bei der dann alle Nutzer verantwortlich für die Qualität sind. Sowas finde ich immer gut.
Frage: Was passiert eigentlich mit den doppelten Einträgen? Werden die gleich verhindert oder gibt es Supervisoren, die die Archive pflegen oder wie kann ich mir das vorstellen?
Andererseits gehören ich wohl zu denen, die einfach nur Listen im Internet suchen und die bei sich leicht findbar unterbringen; wie die kleinen Mädchen, die bei einem ersten Anflug eines Problems mit rollenden Augen hilflos gen Himmel schauen und weinerlich fragen: Ja, was machen wir denn da jetzt? In der stillen Hoffnung, dass das reicht, einen dienstbaren Geist zu finden, der einem die Schuhe zubindet. Wenn ich ein Problem habe, dann google ich…(ganz einfach, weil ich mir dann doch die ganzen Befehle und Kürzel und all das mit der Zeit nicht mehr merken kann; einfach zuviel und im Detail auch verwirrend uneinheitlich, weil soviele Programme: Quark, Indesign, Word, Finder verschiedene Kürzelsystematiken haben und sich gegenseitig auch noch außer Kraft setzten etc. Ich kann mir das leider wirklich nicht alles merken und deshalb habe ich schon eine Aversion gegen die ganzen manpages und cheat-sheets Befehle) – Was machen wir denn da jetzt?
Grüße
Susrich
December 11th, 2009 at 23:28
[...] Nachdem ich mich in den letzten Tagen wieder seitenweiße “man”-pages im Terminal gelesen habe, bin ich auf eine sehr praktische Anwendung namens “cheat” gestoßen. Eigentlich steckt hinter dem RubyGem Cheat eine schöne Grundidee – User sammeln online in einer Art Wiki zu diversen Programmen kleine hilfreiche Notizen und im Alltag kann man auf diese aus dem Terminal heraus zurückgreifen. (Quelle: Macfidelity) [...]
January 21st, 2010 at 20:00
[...] diesem Kontext sei auch noch auf den etwas älteren Beitrag zum Thema Cheat Sheets verwiesen – einfach da es wunderbar dazu [...]