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rethinking the think-different thing

apps | Backups mit CrashPlan

October 24th, 2009 at 0:44

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Vor einigen Tagen machte mich mein Kollege auf Crashplan aufmerksam – ein interessantes Projekt welches ich mir heute endlich mal zumindest im Ansatz anschauen wollte.

Thematisch geht es dabei um eine Backup-Software deren Stärke wohl u.a. im Bereich Verteilung liegt.

Crashplan

Den kompletten Crashplan Ansatz in wenigen Worten zu umschreiben ist kaum möglich und ich will mich hier auch primär auf den kleinen Test beschränken weshalb ich hier einfach mal auf die Projektseite verweise.

So grob geht es darum …

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… wobei es zwei Zielgruppen mit unterschiedlichem Funktionsumfang gibt.

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Genug Theorie – mehr bitte selbst anlesen.

Kleiner Test

Grundidee

Ich will die Backup & Restore Funktion im kleinem Rahmen durchspielen. Dafür wird auf folgenden Systemen jeweils der Crashplan Client installiert.

  • Mac OS X 10.5.8
  • Mac OS X 10.6

Anschließend soll der 10.5.8 Rechner sein Home-Folder auf den 10.6 Rechner sichern.

Installation

Hier mal beispielhaft der 10.5 Rechner

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Inbetriebnahme

Beim ersten Start wird man gebeten sich einen Account anzulegen – auf diesen kann man auch 30 Tage gratis seine Daten sichern – wobei mich diese Option hier erstmal nicht interessiert. Zwecks funktionstest benötigen wir aber trotzdem diesen Account.

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Daraufhin landet man im Hauptfenster von Crashplan

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Eigentlich recht übersichtlich dank der seitlichen Navigation in sinnige Hauptpunkte (*wink* an Retrospect).

Anschließend wurde der 10.6 Rechner auch mit Crashplan versorgt – dort wurden die zuvor definierten Kontoinformationen hinterlegt.

Manuelle Sicherung

Ich will nun das Benutzerverzeichnis meines 10.5 Rechners auf den 10.6 Rechner sichern – das entspricht auch der Grundeinstellung von Crashplan unter Mac OS X – wenngleich man sich beleibig zusätzliche Dateien oder Ordner auswählen kann.

Am 10.5 Rechner wird nun im Tab Destinations ein Ziel gesucht

20091023_crashplan_08

Die Rechner melden sich mit dem unter System-Preferences -> Sharing definiertem Namen.

Um die Sicherung nun zu starten kann ich einfach den Zielrechner 10.6 auswählen und auf Start Backup klicken.

10.5 Rechner

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10.6 Zielrechner

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Restore

Nun lösche ich warum auch immer das lebensnotwendige File

About Stacks.pdf

im Dokumenten-Verzeichnis des Testbenutzers des 10.5 Macs.

Anschließend wird unter dem Restore-Tab die Datei ausgewählt und via Restore-Button wieder auf meinem Desktop widerhergestellt.

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Die Optionen sind blau hinterlegt und lassen sich einfach mit der Maus durchspringen.

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Und voila … zurück ist meine tolle PDF Datei.

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Um in diesem Falle die Daten zurückzuspielen muss letzlich nur der 10.6 Rechner an sein. Ein Login oder manuelles Starten von Crashplan ist nicht am 10.6 Rechner nicht notwendig.

Mailbenachrichtigungen

Wird ein Backup erfolgreich durchgeführt wird eine Mail an die Kundenadresse versendet um über die erfolgreiche Sicherung hinzuweisen

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Webinterface

Ein Blick ins Webinterface

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Eindruck

Der Ansatz ist recht vielfältig – obiges Szenario war eines von vielen möglichen Backup-Szenarien recht simpel mit 2 virtuellen Maschinen auf einem Rechner …. somit innerhalb einem lokalen Netz.

Eine Sicherung beispielsweise auf den Rechner eines anderen Crashplan Benutzers oder auf den mittelfristig kostenpflichtigen Webspace habe ich nicht durchgespielt. Das gleiche gilt auch für lokal angeschlossene Speichermedien.

Das Programm ist recht übersichtlich für diese Produktkategorie … wie gut aber beispielsweise ine Suche innerhalb einem Backupbestand von Monaten oder Jahren ist kann ich in dem kleinen Testrahmen nicht wirklich einschätzen. Die Geschwindigkeit war innerhalb meinem Testszenario zufriedenstellend.

Alles in allem wirkt Crashplan wirklich nach einer interessanten Backuplösung für Anwender die gerne zwischen verschiedenen Rechnern (mit verschiedenene Betriebssystemen) hin und her sichern wollen.

Ob man kritische Daten auf Fremdsysteme sichern will muss letzlich jeder selbst für sich entscheiden …. ich denke hier liegt auch nicht der Fokus dieses Artikels. Interessant wäre mal ein Blick auf die Netzwerkkomunikation der Clients im Falle eines ausschließend Einsatzes im lokalen Heimnetz.

Fragen über Fragen

Und wie ist euer Crashplan ? Kanntet ihr den Dienst bzw die Software schon ?

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14 Responses to “apps | Backups mit CrashPlan”

  1. happy-buddha Says:

    Moin, ich benütze nur TimeMachine. Für wichtige Daten Dropbox. Was mich immer abschreckt, wie ist die Geschwindigkeit bei so einem Backup? Will ja auch nicht ewig warten.

  2. fidel Says:

    Hi,
    die Geschwindigkeit ist halt letzlich stark von den beiden Rechnern – deren Netzwerkverbindung (lokal oder nicht) und der Datenmenge abhängig.

    Ne pauschale Antwort wird es darauf nicht geben.

    Gruss
    fidel

  3. happy-buddha Says:

    Ich schau es mir aber mal neugierhalber mal an :)

  4. Susrich Says:

    Fidel says: “Ob man kritische Daten auf Fremdsysteme sichern will muss letzlich jeder selbst für sich entscheiden”

    Das ist doch genau der Punkt ;-)

    Auch ich benutze TimeMachine. Allerdings kann ich die Sicherung nicht auf meinem zweiten Rechner (Aspire mit MS Vista) einlesen, weshalb ich meine Daten nochmals gleichsam im Klartext auf einer anderer Platten ablege.

    Für aktuelle Projekte nutze ich Dropbox.

    Ideal finde ich das aber auch nicht; eher umständlich und verwirrend (zumal, wenn man vier Versionen hat: TM, Dopbox, Festplatte mit Klartext-Dateien und der normale Rechner). Der Rechner macht einen zum Pedanten!

    Grüße und Dank für Deine schöne Rezension

    Susrich

  5. Neno Says:

    Ich nutze für meine Dokumente und Bilder TImeMachine, für den kompletten Rechner ein incrementelles Backup mit SuperDuper!.
    Würde meine Daten ungern online ablegen, aber für ein vollständig sinniges Backup müssen die Daten “außer Haus” falls die Bude mal abraucht etc… :)

    CrashPlan sieht aber auch ziemlich cool aus…

  6. Patrick (derandere) Says:

    Werden die Daten verschlüsselt auf dem “Server” abgelegt oder liegen diese dort auch im Klartext?
    Was mich etwas abschreckt ist dieses “muss” für ein Konto bei CrashPlan.

    Ansonsten bleib ich zuhause erstmal bei einem wöchentlichen CCC Image und hab meine Ruhe :)

  7. fidel Says:

    @patrick:
    das muss für nen Jabber-Account …. mehr ist das ja nicht.
    Hirnrotze …. Jabber-Account wird bei Jake benötigt.
    Damit hast du absolut recht bzgl dem notwendigen Account.

    bzgl crypt gibt’s in der FAQ folgende Antwort:

    CrashPlan (the free version) uses 128-bit Blowfish to encrypt your files. CrashPlan+ uses 448-bit Blowfish encryption, which is much stronger than the 128-bit encryption that online banking and most businesses use.

    @Neno:
    ich leg wirklich wichtige Daten auch ab & an außerhalb meiner Wohnung ab …. wenngleich das halt schon aufwand darstellt keine Frage.

  8. Neno Says:

    Wenn man sich mit dem Thema mal ausgiebiger befasst merkt man dass es leider keine komfortable und gleichzeitig vollkommen sichere Lösung gibt. :)
    Entweder man schlappt mit seiner Backup-Platte zum Schließfach/Kumpel etc und deponiert es dort oder man macht das online und hofft dass es sicher über die Bühne geht.
    Selbst wenn die Verschlüsselung noch so gut ist könnte ich meine Daten da nicht ruhigen Gewissens liegen haben.

    Bin halt ein bisschen Paranoid :D

  9. fidel Says:

    @neno:
    absolut. Ich fahre privat eine mehr oder weniger aufwändige/paranoida Taktik

    Alle relevanten Daten liegen auf nem RAID1 – sowie in nem ALT-Stand (Abzug) extern (da dies nur doppelter Boden ist muss die nicht so aktuell sein).

    Alles andere wird mittels TM (spielehalber) sowie bootbare Clone abgehandelt – damit ich mein OS fix wieder am laufen habe.

    Aber wie du schon sagst …. das Thema kann man beliebig komplex angehn oder halt auch nicht … letzlich wohl immer die Frage wie oft man schon selber Datenverlust erleiden durfte und wie wichtig einem die Daten wirklich sind ;)

  10. makomi Says:

    Ich werde mir das auch mal anschauen. Ich habe nur den Zusammenhang mit dem Online-Account nicht verstanden.

  11. fidel Says:

    @makomi:
    Der Onlineaccount ist ürimär für deren Geschäftsidee vorhanden.

    Sprich: man erhält als Free-User 30 Tage lang Gratiswebspace bei denen – danach kostet dieser – sofern man ihn verwenden will. Letzlich funktioniert die Software aber auch ohne deren Webspace o. Ä.

    Gruss
    fidel

  12. makomi Says:

    Die Software funktioniert auch, wenn der Online-Account nicht mehr gültig ist? Oder wird dann nervige Werbung die ganze Zeit eingeblendet?

  13. fidel Says:

    @makomi:
    dafür läuft es hier noch nicht ausreichend lange ;)

  14. Tim Schattke Says:

    Hi,

    Crashplan ist nach wie vor sehr empfehlenwert. Siehe auch hier: http://onlinebackup.schattke.net/index.php/2011/06/crashplan-die-mozy-alternative/

    Tests weiterer Anbieter sind unter http://onlinebackup.schattke.net ebenfalls zu finden.

    Gruß,
    Tim Schattke

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