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mac | Umgang mit der Dateisuche in Mac OS X

February 6th, 2009 at 16:09

20090206_suche_mac_os_x_01

Im folgenden wil ich kurz einige Such-Möglichkeiten unter Mac OS X aufzeigen im Kern will ich aber auf ein zumindest für mich neues Program hinaus.

Solltet ihr also auf der Suche nach einer Ergänzung und/oder alternative für Spotlight sein, weiterlesen ;)

Edit: im Kommentar-Bereich gibts wie so oft noch gute ergänzende Hinweise zum Thema

Grafische Suche

Spotlight

20090206_suche_mac_os_x_01

Der klassische und zugleich in vielen Fällen auch sinnigste Ansatz der Suche in Mac OS X ist sicherlich Spotlight. Im Kern basiert diese Suche auf einer Datenbank die in regelmässigen Abständen aktualisiert wird, was einerseits in schnellen Treffern endet die Kehrseite ist dafür aber die teilweise doch recht hohe Last die bei der Indizierung der Dateien entsteht.

Spotlight kann nebenbei auch für andere Zwecke verwendet werden, wie z.b. zum starten von Programmen, einfachen Rechenaufgaben etc. Im Kern also ne tolle Sache.

Screenshots kann ich leider keine anbieten, ganz einfach aus dem Grund dass ich Spotlight bei mir komplett deaktiviert habe und es somit nichtmal mehr in meiner Menubar angezeigt wird.

Hintergrund war in meinem speziellen Falle die Tatsache dass ich einerseits sowieso kaum Suche und mich primär auf mein Ordner-System verlasse und andererseits die meisten Dateien eh nicht direkt auf meinem Mac liegen. Spotlight funktioniert zwar auch teilweise mit Netzwerk-Shares … letzlich ist dies aber nur eingeschränkt möglich und ist somit für mich keine wirkliche Option.

Finder

Auch der Finder bietet einen Such-Dialog an, dieser ist via der Tastenkombination CMD + F erreichbar. Dies gilt zumindest für meine englische Mac OS X Installation, ich nehme aber an dies ist im deutschen gleich.

Das ganze sieht dann wie folgt aus:

20090206_suche_mac_os_x_02

Und ist natürlich nahezu beliebig erweiterbar

20090206_suche_mac_os_x_03

In Kombination mit Spotlight bietet Mac OS X also 2 recht gute grafische Suchmöglichkeiten die für den Großteil der User und derne Anwendungsfälle mehr wie ausreichend sein sollten.

Meine persönlichen Gründe gegen Spotlight habe ich oben schon erwähnt, mit der Finder konnte ich mich bis dato auch nicht wirklich anfreunden. Vielleicht weil ich sie einfach kaum verwendet, geschweide den getestet habe. Trotzdme halte ich immer mal wieder das Auge offen nach anderen Möglichkeiten und so bin ich auf die folgende Lösung gestoßen:

Find any File

Die Freeware FindAnyFile ist ein kleines Programm welches nichts anderes anbietet wie ein kleines Such-Interface. Im Dowload enthalten ist das Programm selber sowie ein kleines Textdokument (dankenswerterweise als .zip und nicht als .dmg)

20090206_suche_mac_os_x_04

Das Programm-Hauptfenster sieht dann wie folgt aus:

20090206_suche_mac_os_x_05

und ist ähnlich wie die Finder-Suche erweiterbar:

20090206_suche_mac_os_x_06

Positiv daran aufgefallen ist mir sofort die Tatsache dass es neben lokalen Festplatten auch die Suche im Netzwerk anbietet, was aufgrund des fehlenden Indizierungsservices natürlich je nach Setup recht lange dauern kann.

Meine Testsuche auf dem NAS nach einem Textstring “bacdafucup” (Ordner wurde zuvor angelegt) dauerte daher auch ….nunja, sagen wir mal lange ;)

20090206_suche_mac_os_x_07

Endete aber erfolreich:

20090206_suche_mac_os_x_08

Kurzum: ein nettes Toll welches ich in den folgenden Wochen und Moanten mal vermehrt testen werde, sofenr ich wirklich mal die Notwendigkeit einer Suche habe.

Im Kern bleibt für mich zumindest aber die Aussage dass ein brauchbares und durchdachtes Ordnungsprizip so gut wie jede Suchnotwendigkeit erschlägt. Wenn ihr also öfter mal zu einer Suche greift, fragt euch selber wieso ihr in solch einem Daten-Chaos lebt ;)

Tip am Rande:

Um die Verwendung von Find Any File zu forcieren habe ich mir das Programm einfach direkt im Finder abgelegt.

Dies ist eine relativ einfache und zugleich gute Möglichkeit sich gewisse -> oft frequentierte Programm direkt zugänglich zu machen.

Dafür geht ihr eichfach wie folgt vor:

  • Finder selektieren
  • Im Menu -> View -> Customize Toolbar
  • Das Programm XY.app aus einem zweiten Finder Fenster direkt in den Finder mit dem bearbeiten Modus reinziehen

Das Ergebnis sollte dann wie folgt aussehen:

20090206_suche_mac_os_x_09

Eh voila … wir haben die Suche via Find any File jederzeit im direkten Zugriff.

Terminal Suche

Suchmöglichkeiten im Terminal will ich nur vollständigkeitshalber kurz ansprechen, ich denke diese Wege sind für die meisten User werder interessant noch relevant.

locate

Der Befehl locate greift ähnlich wie Spotlight auf eine Datenbank zurück …. d.h. auf eine Liste und nicht auf die realen Dateien. Wurde diese Datenbank also vor 10 Minuten erstellt und danach eine Datei hinzugefüht scheitert locate folgerichtig bei der Suche.

Vorteil: Geschwindigkeit und einfachere Synthax

Nachteil: Basiert ggf. nicht auf aktuellen Echt-Daten

find

Die Verwendung des find Befehls wäre die zweite Möglichkeit im Terminal auf die Suche zu gehen. Anders wie locate greift es nicht auf eine fertige Liste zu sondern startet eine echte Suche.

Vorteil: reale Suche

Nachteil: Geschwindigkeit & etwas komplexere Synthax

Fragen über Fragen

Wie sucht ihr ?

Wieso sucht ihr so ?

Wieso sucht ihr überhaupt ?

Kanntet ihr alle angesprochenen Ansätze ? Wenn nein – welche waren neu für euch ?

Und nützt ihr die Customize Option des Finders ebenso um euch einige Programm direkter zugänglich zu machen ?

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19 Responses to “mac | Umgang mit der Dateisuche in Mac OS X”

  1. Benjamin Says:

    Schöner Beitrag. Schade, dass Du Bezug auf eine englische OSX Version nimmst. Das hemmt für den einen oder anderen Um/-Einsteiger sicher den Lernfortschritt…

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  2. Jann Says:

    Also ich nutze wenn ich mal suche Spotlight, Spotlight nutze ich allerdings recht oft um Programme zu starten.

    ps.: Das Spotlight eine hohe last bei der erst Indizierung erzeugt ist normal, jedoch sollte Spotlight danach keine hohe last mehr erzeugen.

    ReplyReply
  3. fidel Says:

    @Benjamin:
    ich geb zu ich könnte jedesmal vorher die Sprache ändern – wenn ich ehrlich bin – bin ich dafür deutlich zu faul. Persönlich empfinde ich deutsch als die falsche Wahl – und so viele Unterschiede sollten es dann doch nicht sein oder ?

    Wo hattest du Probleme ? Ich geh dann gerne nochmal drauf ein ;)

    ReplyReply
  4. fidel Says:

    @Jann:
    als App-Launcher habe ich mir schon lange Namely angewöhnt – ist inzwischen irgendwie ein absolutes fixum in meinem Workflow …

    Bzgl der Indizierung: naja – ich habe das mehr wie einmal bewusst gemerkt – auf beiden Macs at home – und wenn ich dann darauf nicht zurückgreife ist mir dieses Vorgang einfach nur zuwieder – und auch unnötig wie ein Kropf …..wie gesagt… für meinen speziellen Fall =)

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  5. DHReutter Says:

    Ich verwende meistens Spotlight; vor allem, weil ich mir Dateinamen nicht merken kann und deshalb meistens über den Inhalt suche. Das funktioniert wunderbar – man kann sogar Spotlight-Kommentare hinzufügen: Datei auswählen, Cmd-I drücken, Spotlight-Kommentare eintragen. PDFs, die ich noch lesen möchte, haben dort zum Beispiel ein TOREAD drin stehen. An der Kommandozeile verwende ich grep extensiv.

    FindAnyFile kannte ich nicht, ich habe einige Zeit Spotlaser verwendet.

    Was ich vermisse, ist ein einfaches Verfahren, mit dem man die Dateien per Drag-and-Drop oder per Kontextmenu taggen kann. Aber ein paar Appleskripte helfen auch hier weiter.

    Nur der Vollständigkeit halber möchte ich erwähnen, dass Spotlight selbst ebenfalls per Kommandozeile verwendbar ist. Der Befehl dort lautet mdfind (md steht für metadata). Einfach manpage lesen und loslegen.

    ReplyReply
  6. fidel Says:

    Gute Ergänzung – mdfind hatte ich komplett vergessen.

    Das Info-Taggen war mir bekannt – verwenden is was anderes hehe – is aber sicherlich ne Frage der (um-)gewöhnung.

    Die Drag & Drop Idee – schreit ja quasi nach dem Applescript Droplet – ein display dialog mit Textfeld und voila – aber ich nehme an so ne Lösung verwendest du schon.

    Kurzum: danke / guter Ergänzungen.

    ReplyReply
  7. Jann Says:

    mdfind ? … man lernt nie aus ;)

    @DHReutter
    ohne grep in der shell wurde ich wahnsinnig werden ^^

    ReplyReply
  8. Lasse Says:

    Ich nutze nur Spotlight. Zum einen, weil ich auf meine Ordnerstruktur vertraue ;) und zum anderen, weil es mir als Programmstarter dient. So wird mein Dock auch nicht so voll. Mehr brauch ich nicht…

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  9. fidel Says:

    bis dato ergibt sich das von mir angenommene Bild … Spotlight ist die Wahl =)

    Letzlich isses ja auch ne schöne Lösung – kann ich schon nachvollziehen

    ReplyReply
  10. fidel Says:

    @DHReutter :
    bzgl der AppleScript Lösung: gibts da schon was offizielles oder hast du dir selber was gebastelt ?
    Grübel gerade ob ich das mal aufnehme und was entsprechendes bastel

    Gruss
    fidel

    ReplyReply
  11. happy-buddha Says:

    Nabend

    Ich benütze Spotlight und schnell Daten zu finden,ABER für Programme nütze ich Launchbar..Hätte ich nie gedacht,aber das ist wirklich schnell..Sauschnell..

    ReplyReply
  12. DHReutter Says:

    @fidel :
    Ich wollte schonmal TagBot ausprobieren (http://bigrobotsoftware.com/), bin aber noch nicht dazu gekommen. Über AppleScripts wäre das ganze vielleicht trotzdem noch eleganter, aber außer ein paar Straight-Forward-Skripte hab ich da auch nix. Du kannst also basteln, wenn du willst. :)

    Grüße
    Daniel

    ReplyReply
  13. core Says:

    Ich nutze Spotlight, wobei ich selten Suche. Meist bin ich sowieso im Terminal unterwegs.

    ReplyReply
  14. fidel Says:

    @DHReutter:

    Die eigentliche Frage ist da nur: via Droplet oder Selected-Items in Finder ?

    ReplyReply
  15. Yiim Says:

    Gute Hilfe Stellung zum Suchen. Ich bin Windows Benutzer und trotz das mein PC nicht immer so ordentlich ist wie viele andere Sachen benutze ich die Suche sehr sehr selten. Aber trotzdem eine sehr gute Hilfestellung.

    ReplyReply
  16. Gadgetto Says:

    Hier vielleicht noch ein Tipp um dem Finder auch das Suchen in Systemdateien beizubringen (verwende ich zB. immer zum rückstandslosen Entfernen von Anwendungen):

    - Finder Fenster öffnen
    - CMD + F
    - im Dropdown “Art” auf “Andere…” klicken
    - Häkchen neben “Systemdateien” setzen – “OK”
    - jetzt kann im Dropdown “Systemdateien” ausgewählt werden
    - im Dropdown daneben “auf “enthalten” umstellen und von “Inhalt” auf “Dateiname” umschalten
    - gewünschten Suchbegriff (zB. App-Name) eingeben

    (By the way: weiss jemand wie man dauerhaft von “enthalten nicht” auf “enthalten” umstellen kann?)

    Findet wirklich alle Teile von Anwendungen – auch die Caches und ähnlich gut versteckte Teile werden gefunden und können so einfach entfernt werden. Seither brauche ich Anwendungen wie AppZapper uä. nicht mehr!

    ReplyReply
  17. mac | Spotlight Comments via Applescript | macfidelity Says:

    [...] Beitrag Umgang mit der Dateisuche in Mac OS X erwähnte Daniel die Option Dateien mittels Spotlights Comments zu versehen um Sie später wieder [...]

  18. Patrick Says:

    Zum Suchen verwende ich Houdahspot (http://www.houdah.com/houdahSpot/), was im Endeffekt eigentlich nur ein alternatives, aber deutlich benutzerfreundlicheres Frontend als z.B. der Finder, fuer Spotlight ist.

    ReplyReply
  19. mac & apps | Suche in Mac OS X Part II | macfidelity Says:

    [...] zum Thema …. einige prinzipielle Such-Varianten hatte ich schon Anfang des Jahres im Beitrag Umgang mit der Dateisuche in Mac OS X angesprochen (solltet ihr euch diesen Artikel vornehmen – vergesst den Kommentarbereich nicht [...]

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